Ökostrom mit kombinierter Biogas- und PV-Anlage
Wirsol baut Photovoltaikdachanlage auf bestehende Biogasanlage des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße

Waghäusel/Heppenheim. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) in Heppenheim will die Kombinationsmöglichkeiten der erneuerbaren Energiequellen für sich nutzen und hat deshalb die Photovoltaik-Anlagen-Experten von WIRSOL ins Boot geholt. Um die Synergien nutzen zu können, soll auf die bereits bestehende Biogasanlage eine Photovoltaik-Anlage installiert werden, so dass die Photovoltaik-Anlage den Strom für den Betrieb der Biogasanlage produziert.

Insgesamt wurden auf einer Fläche von 1.250 Quadratmetern 740 Module und sechs Wechselrichter verbaut. Die Leistung liegt bei knapp 200 Kilowatt peak. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße investierte dafür eine Summe von gut 210.000 Euro.

Der Eigenverbrauchsanteil liegt beim ZAKB bei 100 Prozent. Wird mehr Strom erzeugt, als das Unternehmen benötigt, wird dieser per Direktvermarktung in das Stromnetz des Netzbetreibers eingespeist. So wird nicht nur der Eigenbedarf bedient, sondern die PV-Anlage zahlt sich in gewisser Weise auch von allein ab. Zusätzlich werden 127.687 Tonnen CO2 eingespart und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

„Bei diesem Projekt war nicht nur die Planung der PV-Anlage auf die Biogasanlage eine Herausforderung. In der Biogasanlage werden biologische Hausabfälle verwertet und daraus Biogas erzeugt. Das Biogas wird wiederum in zwei Blockheizkraftwerken verstromt und ins öffentliche Netz eingespeist. Aufgrund von Brand- und Explosionsschutzanforderungen dieser Anlage war hier ein besonders hohes Maß an Vorsicht geboten. Zudem galt es für die Biogasanlage des Zweckverbandes besondere Sicherheitseinrichtungen beispielsweise die Fernabschaltung zu realisieren. Selbstverständlich durften unsere Arbeiten den laufenden Betrieb nicht beeinflussen oder gar stören“, berichtet Johannes Groß, Vertriebsleiter von WIRSOL.

„Die Kombination von zwei Erzeugungsarten macht das Projekt besonders interessant. Es ist ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung der Energiewende vor Ort“, ergänzt PV-Experte Groß.